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B-Lizenz: Abwehrkompetenz als Schlüssel moderner Spielentwicklung
B-Lizenz-Ausbildung vom HNR setzt in Hennef fachliche Schwerpunkte
Die Qualität des Abwehrspiels ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Mannschaft. Entsprechend hohe Bedeutung kommt der differenzierten Ausbildung defensiver Spielkonzeptionen in der Qualifizierung angehender Trainerinnen und Trainer zu. Beim ersten Modul der B-Lizenz-Ausbildung vom Handball Nordrhein in Hennef bildet das Abwehrspiel deshalb den inhaltlichen Schwerpunkt. 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer widmen sich dabei intensiv den taktischen Grundlagen, methodischen Vermittlungsansätzen und praktischen Anforderungen unterschiedlicher Abwehrsysteme.
Im Zentrum der zweitägigen Ausbildung stehen die 6:0- und 3:2:1-Abwehr sowie das taktische Verhalten in Über- und Unterzahlsituationen. Am zweiten Lehrgangstag wird das Spektrum um die 5:1-Abwehr erweitert. Dabei geht es um weit mehr als die bloße Kenntnis unterschiedlicher Abwehrformationen: Entscheidend ist das Verständnis ihrer jeweiligen taktischen Zielsetzungen, ihrer situativen Einsatzmöglichkeiten und der Anforderungen an das kollektive Abwehrverhalten.
Ein besonderer Stellenwert kommt daher der Verbindung von Theorie und Trainingspraxis zu. Die angehenden B-Lizenz-Trainerinnen und -Trainer analysieren unterschiedliche Abwehrkonzeptionen, setzen sich mit deren methodischer Vermittlung auseinander und erarbeiten Möglichkeiten, die jeweiligen Prinzipien zielgerichtet in die Trainingsarbeit zu übertragen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, taktische Inhalte nicht nur fundiert zu durchdringen, sondern sie auch adressatengerecht zu vermitteln und im mannschaftlichen Zusammenspiel wirksam werden zu lassen.
Die fachliche Leitung übernehmen Tobi Fenske, Jan Schwenzfeier, Frowin Fasold und Jamal Naji. Das Referententeam begleitet die Ausbildungsgruppe mit ausgewiesener Expertise und eröffnet durch unterschiedliche fachliche Perspektiven einen intensiven Austausch über zeitgemäße Anforderungen an das moderne Abwehrspiel.
Das erste Ausbildungsmodul in Hennef verdeutlicht damit den Anspruch vom HNR, Trainerbildung als kontinuierlichen Entwicklungsprozess zu verstehen. Neben der fachlichen Vertiefung stehen insbesondere die Reflexion des eigenen Trainerhandelns, die Erweiterung taktischer Handlungskompetenz und der Transfer wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse in die Trainingspraxis im Mittelpunkt.
Denn leistungsfähige Abwehrarbeit entsteht nicht allein durch die Wahl eines Spielsystems, sondern durch das Zusammenspiel taktischer Überzeugung, individueller Handlungskompetenz und kollektiver Abstimmung.
Die fundierte Vermittlung dieser Zusammenhänge ist ein wesentlicher Baustein qualifizierter Trainerentwicklung – und damit auch ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen sportlichen Weiterentwicklung des Handballs im Nordrhein.
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